Karpathos

Das ursprüngliche Griechenland entdecken. Wandern auf Karpathos
Sicherlich ist ein Urlaub am Strand erholsam. Aber Wanderungen sind die beste Art, die landschaftlichen Reize einer Insel zu erfassen. Auf Karpathos bieten sich daneben auch noch vielfältige Gelegenheiten, das traditionelle Griechenland zu erleben.

Wo ist die nächste Wegmarkierung? Wer findet sie zuerst? Ein Ratespiel, das ich mit meinem Sohn Michael auf Karpathos oft gespielt habe. Und es bedurfte in der Tat hoher Konzentration, die spärlich vorhandenen Wegweiser zu finden. Oftmals waren es nur kleine Blättchen an den Bäumen, rote Punkte auf den Felsen oder Steinmandln. Damals war Michael sieben Jahre alt. Mittlerweile ist er über 20, für die Navigation verwendet er Apps und GPS-Daten.

Unberührtes Wanderparadies

Karpathos ist die drittgrößte Insel der Dodekanen und liegt zwischen Rhodos und Kreta. Sie ist knapp 50 Kilometer lang und zwölf Kilometer breit, hier leben rund 6.000 Menschen. Durch ihre abgeschiedene Lage ist die Insel vom Massentourismus noch weitgehend unberührt und hat viel von ihrer Ursprünglichkeit und Tradition bewahren können. Ein großer Tеil ist vоn еinem hοhen Gеbirgszug besetzt, der sich vom Süden bis weit in den Norden zieht und Karpathos zu einem Wanderparadies macht. Wir waren bereits acht Mal dort und haben immer wieder Neues entdeckt.

Erlebnis für alle Sinne

Auch wenn (bedingt durch die Schulferien) der Sommer für Wanderungen nicht ideal ist, wird man für die durch die Hitze hervorgerufenen Mühen belohnt. Die Szenerie ist einmalig und spricht alle Sinne an. Das Dunkelblau des Meeres, das am Horizont in das Hellblau des wolkenlosen Himmels übergeht. Daneben die verschiedenen Grüntöne der Nadelbäume und das Leuchten der Olivenbäume. Der Duft der Kiefern oder Lavendelsträucher unterstreichen die Einmaligkeit der Atmosphäre. An manchen Stellen fallen die Flanken steil ab und wir vernehmen tief unter uns das Rauschen der Wellen, die an die schroffen Felsen anschlagen. Und immer wieder das Konzert der Zikaden. Man kann sie kaum sehen, aber sie sind allgegenwärtig.

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Auch allgegenwärtig ist der Wind. Die Einheimischen sind sehr froh darüber, weil er die Hitze erträglich macht und für klare Sicht sorgt. Auch uns verschafft er angenehme Kühlung, die wir bei Temperaturen über 30 Grad gut brauchen können. Doch manchmal kann der Meltemi sehr heftig werden und erreicht Windstärke 6 oder 7. Dann haben wir fast Mühe, dagegen anzukämpfen. An den gebeugten Bäumen lässt sich die Heftigkeit der Stürme gut erkennen. Von den Anhöhen aus haben wir immer wieder einen phantastischen Rundblick auf das Meer und die malerischen Buchten. Es ergeben sich völlig neue Perspektiven für bereits bekannte Gegenden. So ist es auch bei unserer Wanderung auf den Proftis Illias. Weit unter uns erblicken wir die Achata-Bucht mit ihrem Kiesstrand. Diese Bucht kannten wir ja bereits von Tauchgängen, da man dort in kleine Höhlen hineintauchen kann.

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An vielen Aussichtspunkten steht eine strahlend weiße Kapelle, von denen es unzählige auf Karpathos gibt. Im Innern finden wir auf der Ikonostase verschiedene Ikonen mit den Darstellungen verschiedener Heiligen. Oftmals erblicken wir den Hl. Nikolaus, den Schutzpatron der Fischer. Leicht zu erkennen ist der Hl. Georg, der mit dem Drachen dargestellt ist. Immer brennt eine kleine Öllampe an der wir traditionell eine Kerze entzünden. Meist liegt auch ein Gästebuch auf und wir können sehen, aus welchen Ländern Wanderer hier bereits Rast gemacht haben.

Auf Eselspfaden unterwegs

Neben den Wanderungen entlang der Küste sind wir öfter auch auf den zahlreichen Wegen zwischen den Dörfern unterwegs. Eine derartige Tour starten wir in der Mitte der Insel im vom Tourismus wenig berührten Dorf Messochori. Autos müssen hier oberhalb des Ortes abgestellt werden, weil es im Dorf selbst keine Straßen gibt. Die schmalen, verwinkelten Gässchen sind lediglich mit Treppen verbunden. Von hier aus marschieren wir auf dem heute kaum noch begangenen Fußpfad nach Spoa. Ursprünglich war dieser Wanderweg ein alter Eselspfad, auf dem die Güter zwischen den Dörfern transportiert wurden. Oft ist unser Weg links und rechts von hohen Steinmauern gesäumt, die die kargen Felder vor dem Wind schützen. Es muss einst eine immens mühsame Arbeit gewesen sein, die Steine zu sammeln und Stein um Stein so auf zu schlichten, dass eine fast fugenlose Mauer entsteht. Auf Karpathos wurden früher auch viele Berghänge bewirtschaftet, indem man Terrassen anlegte. Sie sind heute fast alle aufgelassen beziehungsweise werden nur noch mit Olivenbäumen bepflanzt. Auf unserem Weg kommen wir öfter auch an alten, vielfach verfallenen Windmühlen vorbei.

Am höchsten Punkt

Natürlich haben wir auch das Ziel, den höchsten Berg der Insel zu besteigen. Das ist der Kali Limni - mit 1.215 m überhaupt der höchste Berg des Dodekanes. Es ist kein einfaches Vorhaben, denn zwei Mal sind wir bereits gescheitert. Nicht am Aufstieg, sondern am Wetter: Während wir unten am Strand strahlenden Sonnenschein hatten, braute sich oben auf der Höhe ein dichtes Wolkenband zusammen. Bei derartigen Wetterbedingungen ist eine Orientierung unmöglich, denn man sieht dann weder die Wegmarkierungen noch den Pfad.

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Beim dritten Anlauf haben wir Glück: der Berggipfel des Kali Limni ist frei und wir fahren durch schmale Straßen bis hinauf zur Lastos- Alm. Sie liegt in einer grünen Hochebene auf 800 Meter und hat alpinen Charakter. Von dort marschieren wir teilweise durch Geröll beständig bergauf Richtung Gipfel. Von Meter zu Meter wird der Ausblick grandioser. Oben am Gipfel reicht der Rundblick im Süden bis über Arkassa und im Norden erkennen wir den Sattel zwischen dem Profitis Ilias und dem Koryfi, auf dem Olympos liegt.

Malerische Schlucht

Zur Lastos Hochebene gibt es noch einen anderen Aufstieg. Der startet vom Weiler Adia aus, einer Außensiedlung von Piles, die direkt am Meer liegt. Diese Route ist allerdings wesentlich schwieriger und anstrengender, weil hier 800 Höhenmeter zu überwinden sind. Wir gehen dennoch ein Teilstück dieser Route, denn die Wanderung durch die Flaskias Schlucht zählt zu den landschaftlichen Highlights der Insel.

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An manchen Stellen erinnert mich diese enge und wild verwachsene Schlucht an die Samaria Schlucht auf Kreta. Nur habe ich diese von der Anhöhe hinunter durchwandert. Nun geht es aber durch Gestrüpp und über Felsen steil bergauf und die Hitze wird immer größer. Der Pfad ist an manchen Stellen sehr schmal und wir müssen uns konzentrieren. Viel rascher als gedacht neigen sich unsere Wasservorräte dem Ende zu. Zum Glück entdecken wir nach einiger Zeit bei einem ummauerten Feld mit Feigen- und Olivenbäumen eine Quelle, die allerdings mit Stacheldraht eingezäunt ist. Nach etlichen Versuchen ist es uns aber geglückt an das kostbare Nass heranzukommen.

Authentische Patronatsfeste

Ein besonderes Glück ist es, wenn gerade während der Urlaubszeit eines der zahlreichen Patronatsfeste stattfindet. So eine Chance hatten wir einmal Anfang August in Menetes bei der Metamorphosis-Feier. Von den umliegenden Dörfern strömen die Menschen herbei, einige tragen ihre Festtagstracht heute noch wie vor Hunderten von Jahren. Die Feier dauert über zwei Stunden. Wie überall in griechischen Kirchen üblich, kommen und gehen die Leute, wann sie wollen. Alle warten darauf, bis der Pope das geweihte Festtagsbrot verteilt.

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Mittlerweile hat sich die Terrasse vor der Kirche mit Menschen gefüllt, die Kirchenglocke ruft zum gemeinsamen Mittagsessen. Das findet in der Gemeindehalle unterhalb der Kirche statt. Schnell sind die Plätze an den langen Tischreihen gefüllt. Dieses gemeinsame Essen bietet eine willkommene Gelegenheit, sich zu treffen und Neuigkeiten auszutauschen. Spontan werden wir von den Dorfbewohnern eingeladen, an dem Festmahl teilzunehmen. In den (auf Englisch geführten) Gesprächen konnten wir viel über die Geschichte der Insel erfahren.

Ouzo, Musik und Tänze

Eine andere Chance zur Teilnahme an einem Fest ergab sich bei unserer „Drei-Dörfer-Tour“. Wir sind vom höchstgelegenen Dorf Othos (510m) im Süden der Insel gestartet. Es geht durch dichte Olivenhaine und Weinberge zu den kleinen Außensiedlung Piles und Stes. Nur wenige Häuser sind hier bewohnt. Das Zentrum bildet die kleine Agios -Panteleimonas-Kirche. Ihr gegenüber sprudelt eine Wasserquelle, bei der wir unsere Trinkflaschen auffüllen können. Auch die Einheimischen kommen mit Plastikeimern, um Wasser zu holen. Von ihnen erfahren wir, dass hier in den nächsten drei Tagen das große Patronatsfest der Kirche gefeiert wird und wir dazu herzlich eingeladen sind. Wir lassen uns das nicht entgehen und fahren am Abend zu dem Festplatz vor der Kirche.

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Was für ein Gegensatz: Die Ruhe und Abgeschiedenheit der verschlafenen Ansiedlung, wie wir sie bei unserer Wanderung erlebt haben, ist nun lautem und lustigem Treiben gewichen. Der kleine Weiler scheint aus allen Nähten zu platzen. Wir werden eingeladen, am Dach eines Hauses Platz zunehmen, von wo aus wir einen tollen Überblick über das Geschehen haben: Musik spielt auf und der Tanz beginnt. In langen Reihen und kleinen Schritten wird um die Musiker herumgetanzt, wobei die Tänzer ihre Arme auf die Schultern der Nachbarn legen. Speis und Trank gibt es in Hülle und Fülle, ständig werden unsere Gläser mit Ouzo und Rotwein nachgefüllt. Neben den Bewohnern der umliegenden Dörfer sind auch viele der in die USA ausgewanderten Karpaoten hier, mit denen wir angeregte Gespräche führen. Neben den Bewohnern der umliegenden Dörfer sind auch viele der in die USA ausgewanderten Karpaoten hier, mit denen wir angeregte Gespräche führen. Wegen fehlender Verdienstmöglichkeiten wurde Karpathos zu einer Auswanderungsinsel. So leben heute viele von ihnen in Baltimore, Pitsburg oder New Jersey. Dort gründeten sie Vereine, um die Tradition ihrer Heimat zu pflegen. In den Ferien besuchen sie dann regelmäßig ihre ursprüngliche Heimat. Einige haben in Stes schmucke Ferienhäuser errichtet. Andere kehren später wieder ganz auf die Insel zurück, um hier ein Restaurant oder ein kleines Hotel aufzumachen.

Wo die Zeit stehen geblieben ist

Beeindruckende Begegnungen mit Urtümlichkeit und Tradition haben wir im Norden der Insel in Awlona, der größten Außensiedlung von Ólympos. Der kleine Weiler liegt im Hochtal einer Karsthochebene, die einst die Kornkammer dieser Gegend war. Wir sehen viele schachbrettartig angelegten, von Steinmauern umgrenzte Weizen- und Gerstenfelder. Wie vor hundert Jahren wird hier das Getreide gedroschen. Bei manchen Häusern befindet sich noch der runde Dreschplatz. Dort werden die Ähren auf dem Boden ausgebreitet. Der Bauer sitzt auf einem Fahrgestell an dessen Unterseite sich eine Walze befindet und kreist mit diesem Gefährt so lange auf der Tenne bis die Körner ausgetreten sind. Danach wirft man alles mit einer Heugabel in die Luft, um so Spreu vom Weizen zu trennen.

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Nicht einmal ein Dutzend Menschen lebt heute hier. Am Rande des Ortes gibt es die einzige kleine Taverne, die von Familie Lakis betrieben wird. Als wir dort ankommen, können wir Marianna beobachten, die damit beschäftigt ist, im alten Steinofen Brot zu backen. Noch warm bekommen wir das mit Mohn und Anis gewürzte Brot zur Vorspeise serviert. In der Küche können wir der alten Frau zusehen, wie sie unser Essen zubereitet. Mit Stolz erklärte sie, dass alles hier Eigenanbau ist: der Salat, die Oliven, die Tomaten, der Ziegenkäse und das Ziegenfleisch. Nach dem Essen führt sie uns zu kleinen Kapelle des Dorfes und zeigt uns dann auch in ein traditionelles Haus. Zentrales Element im Inneren ist das sog. „Soufa“. Dabei handelt es sich um eine erhöhte Bettenplattform, die der Familie als Schlafstätte diente. Der Raum darunter fungiert als Vorratskammer, wo Brot, Feldfrüchte, Wein und Oliven gelagert sind. An den Wänden befinden sich Borde, auf denen bunte Wandteller und Krüge aufgestellt sind. Die Verzierung bilden Spitzendecken und kunstvoll bestickte Kissen. Wieder zur Taverne zurückgekehrt treffen wir ihren Mann, der gerade von seiner Arbeit aus Ólympos zurückgekehrt war. Spontan lädt er uns noch zu einer Runde Uso ein. Das sind unvergessliche Erlebnisse, in denen man das alte Griechenland und die ursprüngliche Gastfreundschaft unverfälscht erleben kann.

Gegen den Touristenstrom

„Als eines der schönsten Bergdörfer Griechenlands“ wird Ólympos in Reiseführern gepriesen. Wie ein Adlerhorst kleben seinen weißen oder pastellfarbenen Häuser am Hang des 718 Meter hohen Berges Profit Ilias. Die malеrische Siedlung wurde einst als Zufluchtsort erbaut, nachdem die Bewohner der umliegenden Siedlungen regelmäßig von Piraten heimgesucht wurden. Die Einheimischen errichteten ihre Häuser aus natürlichem Sandstein, sie sind aus der Ferne kaum von ihrem Hintergrund zu unterscheiden.

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In dem Dorf leben rund 600 Einwohner, die bis heute mit Stolz an ihrer Volkstradition festhalten. Die Frauen tragen ihre Trachten, die einfachen für den Alltag und bunte für Feiertage und Hochzeiten. Dieses Setting hat zur Folge, dass täglich zwischen 10 und 15 Uhr Touristenströme hierherkommen. Die enge Hauptgasse verwandelt sich in eine Einkaufsstraße, in der sich ein Souvenirladen an den anderen reiht und manchmal dichtes Gedränge herrscht. So haben wir uns bereits in den letzten Jahren dazu entschieden Ólympos „antizyklisch“ zu besuchen: Wenn die Tagestouristen wieder zu ihren Bussen oder Ausflugsschiffe zurückkehren, kommen wir an und übernachten dort. Das machen nicht sehr viele. Dadurch erleben wir ein authentisches und ursprüngliches Ólympos. Die Einheimischen freuen sich, dass wir länger bleiben und haben nun Zeit für Plaudereien. So erfahren wir am Abend in der Taverne am Platz vor der Kirche von Nikos Filipakis viel über die Geschichte des Dorfes. Anhand unzähliger alter schwarz-weiß-Fotos an den Wänden erzählt er uns, wie seine Familie nach dem Krieg nach Amerika ausgewandert ist.

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Wir übernachten in seinem kleinen Hotel „Aphroditi“, von dem wir einen herrlichen Blick auf das Meer und die alten Windmühlen oben am Bergkamm haben. Am Abend spazieren wir zu den malerischen Windmühlen am Ende des Dorfes, die teilweise noch mit Segeln bespannt sind. Von hier aus bietet sich uns ein unbeschreibliches Schauspiel als die Sonne langsam im Meer versinkt.

Die Herrin der Ziegen

Bei einem unserer Olympos-Besuche habe wir Evgenia und ihre Mutter Sophia kennengelernt. Sie betreiben am Ortseingang eine kleine Taverne. Daneben nennen sie eine riesige Ziegenherde ihr Eigen. Gerne folgen wir ihrer Einladung, sie bei der Fütterung zu begleiten. Wir treffen uns einige Kilometer außerhalb des Dorfes. Sophia trägt die traditionelle Tracht der Frauen: eine weiße Bluse, einen bunt gemusterten Gürtel und die passende Schürze sowie ein Dreieckstuch auf dem Kopf, das der heftige Meltemi wie eine Fahne wehen lässt. Zusammen mit den Frauen erklimmen wir einen Hügel, auf dem sich die Tiere im kargen Gelände aufhalten. Im Nu sind wir von rund hundert Ziegen umringt.

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Eine zweite Herde grast bei ihrem abgeschiedenen Landhaus im Gebirge von Argoni, zu dem wir auf einer staubigen Piste hinwandern. Dort können wir beim Melken zusehen. Uns wird rasch klar, was für eine körperlich anstrengende Arbeit das bedeutet, jeden Tag eine Unmenge Ziegen händisch zu melken. In dem kleinen Weiler befindet sich auch ihre einfache Käserei, in der Evgenia und ihre Mutter die frische Ziegenmilch nach alten Rezepten zu Butter, Rahm und Käse verarbeiten. Gerne nehmen wir die Einladung zu einer Jause an, denn der Marsch in der Hitze hat uns müde und durstig gemacht. Aber eine noch größere Anstrengung erwartet uns erst …

Frösche und Wiens Bürgermeister

Von unserem Tauchguide Dino, der auch Umwelt- und Naturschutzprojekte betreut, haben wir erfahren, dass es in der relativ wasserreichen Gegend von Argoni eine Besonderheit gibt: einen weltweit einzigartigen Frosch, der nur hier vorkommt. Völlig erstaunt sind wir, als Dino uns fragt, ob wir Dr. Michael Häupl kennen. Der frühere Bürgermeister von Wien ist gelernter Biologe und dürfte auf Karpathos zu den Rana cerigensis geforscht haben. Dino hat ihn bei diesen Projekten begleitet.

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Nun wollen wir dieses besondere Geschöpf natürlich auch sehen und fragen Evgenia nach dem Weg. Vom Hügel aus zeigt sie zu einem kleinen Tal. Es sei von ihrem Anwesen aus nicht mehr weit. Alles relativ – in brütender Hitze machen wir uns auf den Weg. Wir steigen hinab zum ausgetrockneten Flussbett und wandern, umgeben von blühenden Oleanderbüschen, in die angegebene Richtung. Von Wasserstellen allerdings keine Spur. Endlich sehen wir kleine Tümpel vor uns, und Michael schreit auf: „Da vorne – ein kleiner Frosch!“ Niemand sonst hat das kleine Tier bemerkt. Mit dem Teleobjektiv gelingt es uns, eine weitere Besonderheit dieser Insel festzuhalten.

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